Musterlösungen

In enger Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) Hamburg und der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung werden Lösungen und Empfehlungen zu technischen Fragestellungen in Schulen erarbeitet und weiter entwickelt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ist eine flexible Musterlösung entstanden, welche kostengünstig ist und durch ihren modularen Aufbau relativ einfach an die unterschiedlichen Gegenbenheiten und Anforderungen in den Schulen angepasst werden kann.

Netzwerkspeicher

Da bereits viele Lernprogramme eine Netzwerkinstallation anbieten und auch weitere Unterrichtsmaterialien in der gesamten Schule zur Verfügung stehen sollen, bietet es sich an, diese an einem zentralen Ort im Netzwerk zu speichern. Hier hat die Schule die Möglichkeit, aus drei möglichen Lösungen die am besten für sie geeignete zu wählen. Zur Auswahl stehen sowohl ein Network Attached Storage (NAS) als auch ein Skolelinux- und Windows-Server. NAS ist ein einfach zu verwaltender Dateiserver, welcher ohne hohen Aufwand unabhängige Speicherkapazität in einem Netzwerk bereitstellt. Auch der Skolelinux- und Windows-Server verfügen über diese Funktion, können aber auf Wunsch um eine Benutzerverwaltung erweitert werden. Weitere Informationen zum Thema Skolelinux erhalten Sie hier.

Virenschutz

In Zeiten komplett vernetzter Schulen und der ständigen Präsenz des Internets ist ein entsprechender Virenschutz unverzichtbar geworden. Aufgrund der hohen Erkennungsrate, der geringen Lizenzkosten und dem guten Zusammenwirken mit dem PC-Wächter haben wir uns für die Antivirenlösung “F-Prot” entschieden. Auch hier ist es möglich, die Virendefinitionen über das Netzwerk zu verteilen und somit einen optimalen Schutz für das pädagogische Schulnetz zu gewährleisten.
Hamburger allgemeinbildende Schulen erhalten die Lizenzen bei der Behörde für Schule und Berufsbildung, welche die Lizenzkosten übernimmt. Weitere Informationen finden Sie hier.

PC-Wächter

Der PC-Wächter ist eine Software zum Schutz der Systempartition eines Rechners. Durch das Einschalten des Wächters wird die Systempartition bei jedem Neustart des Rechners auf einen bestimmten Zustand zurückgesetzt. Dies verhindert die absichtliche oder versehentliche Manipulation von Systemdateien und weiterer wichtiger Daten und trägt neben der Antivirenlösung zum Schutz des Rechners bei. Auch Änderungen am Betriebssystem für z.B. Übungen im Rahmen des Informatikunterrichts sind möglich, da diese Änderungen nach jedem Neustart zurückgesetzt werden und somit ein funktionstüchtiges Betriebssystem wiederhergestellt wird.

Filterbox

Die Filterbox ist ein Contentfilter, der über eine große Anzahl von vordefinierten gesperrten Webseiten und Wörtern verfügt. Somit wird gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler mit dem Internet arbeiten können, ohne auf anstößige und ungeeignete Webseiten zu gelangen. Die Filterlisten des Contenfilters lassen sich flexibel um weitere Webseiten erweitern, um so z.B. bestimmte Seiten für den Sachunterricht zugänglich zu machen.

Die Filterbox lief jahrelang in vielen Schulen zufriedenstellend und problemlos. Dennoch hatte sich die Behörde für Schule und Berufsbildung entschlossen, im Rahmen des Aufbaus einer standardisierten Netzwerkumgebung, jeder Schule, die an das Stadtnetz angeschlossen wird, die Time for Kids Box für die Filterung zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund wurde die Weiterentwicklung der Filterbox eingestellt.

iTALC

iTALC ist eine Fernsteuerungssoftware, die es der Lehrkraft ermöglicht, von ihrem Rechner aus verschiedene Funktionen auf den Schülerrechnern zu aktivieren oder zu deaktivieren. Auch das Kontrollieren der Desktops und das Eingreifen in das Arbeiten der Schüler kann mit dieser Software umgesetzt werden.

Software-Verteilung und Klonen

Auf Basis unseres Musterimages werden Schulimages erstellt, die neben den aktuellen Standardprogrammen, wie u.a. Browser und Programme zur Videowiedergabe, auch die von der Schule benötigte Software enthält, die im pädagogischen Umfeld eingesetzt werden soll. Dieser fertiggestellte Rechner wird dann, nach Abnahme durch die Schule, geklont und auf die anderen Rechner in der Schule übertragen. Dieses Verfahren gewährleistet ein einheitliches Bild der Schul-IT und erleichtert sowohl der Schule als auch 3S den Überblick über ebendiese.

Durch die Einführung von neuen Tools ist es nun auch möglich, Mini-Changes mit Hilfe der Software-Fernverteilung durchzuführen. Die Aktualisierung des Betriebssystems, Installation der Sicherheitsupdates und gängiger Standardprogramme wie Webbrowser und anderer Webtools kann damit realisiert werden. Die Technik wird weiter entwickelt und soll zukünftig auch für vollständige PC-Installationen genutzt werden. Ein Time for Kids Router, die Anbindung der Schule an das Stadtnetz und Windows 7 stellen die Voraussetzung für die Software-Ferninstallation dar.

Windows 7 und 10

Im Frühjahr 2014 wurde der Support von Microsoft für Windows XP eingestellt.  Da von XP-Rechnern eine massive Gefährdung durch Schadsoftware ausgehen kann, rät die Behörde für Schule und Berufsbildung Schulen dringend, noch vorhandene XP-Geräte zu ersetzen. Der Standard für die schulischen Geräte in der Pädagogik ist daher Windows 7 (64 bit).

Wie bereits großflächig durch Microsoft angekündigt, steht ab dem 29.07.2015 Windows 10 in der ersten Release-Welle zur Verfügung. Der Wechsel zu einer neuen Version des Betriebssystems setzt für eine flächendeckende Verteilung eine gewisse Vorlaufzeit und entsprechende Tests voraus. Seit den ersten Test-Versionen laufen bereits die Arbeiten an dem Roll-out von Windows 10, so dass nach der Testphase, die bis Ende des Jahres geplant ist, unseren Schulen voraussichtlich ab 2016 ein entsprechendes Image angeboten werden kann.

Fernwartung und -Diagnose

Durch den Einsatz von Zabbix, einem Programm zur Überwachung der IT-Struktur, ist es uns möglich, eventuell auftretende Probleme bei Servern frühzeitig zu erkennen und diese per Fernwartung zu beheben. Auch über knapp werdende Festplattenkapazitäten und bei Virenbefall werden wir zeitnah informiert und können diesen Situationen schnell entgegenwirken.

Zusätzlich ist es uns möglich, Fernwartung auf einzelnen Clients durchführen, z.B. um einen Treiber nachzuinstallieren oder unsere schulischen Ansprechpartner bei Fragen zu unterstützen. Auf diese Weise sind wir in der Lage, schnell auf Probleme an Clients zu reagieren.